Sonderlösung Ade: Eine Gestaltung für Alle

EDAD steht für für Barrierefreiheit im Design für Alle: attraktive Lösungen, die komfortabel und zugänglich für alle sind. In einem Artikel in „MobilDialog“ dem Magazin der Bremer Straßenbahn AG zum Thema „Design für Alle“ berichtet das Verkehrsunternehmen unter dem Titel „Auf dem Weg – Ideen gegen Barrieren“ über verschiedenste Aspekte von Barrierefreiheit und sieht großen Nutzen, wenn diese im Design für Alle umgesetzt wird.

In diesem Kontext wurde EDAD, das Anliegen und Potenzial des „Design für Alle“ und die Wirkungsfelder der EDAD-Mitglieder der Redaktion des MobilDialog vorgestellt.

Hier einige Ausschnitte aus dem Artikel, der auch zum Download als PDF unter https://blog.bsag.de/wp-content/uploads/2020/11/BSAG_Magazin5.pdf verfügbar ist (Seite 6-8).

… empfiehlt, nicht nur vorher, sondern auch während der Bauphase immer wieder die Expertise von Betroffenen einzuholen und Planungen gegebenenfalls anzupassen. »Hinterher Abhilfe zu schaffen, ist viel schwieriger«, gibt sie zu bedenken. Das weiß auch Mathias Knigge vom Verein Design für Alle – Deutschland (EDAD). Mitglieder aus ganz verschiedenen Branchen – etwa Architektur, Informationstechnologie, Planung, Handwerk, Design und Kulturvermittlung – haben sich zusammengeschlossen, weil sie mehr wollen als »nur« Barrierefreiheit. Sie sind überzeugt: Mit guter Planung lassen sich aufwendige Speziallösungen für oft nur kleine Gruppen von Betroffenen umgehen. Barrieren können von vornherein vermieden werden zugunsten einer attraktiven Gestaltung für viele Nutzerinnen und Nutzer.

Produkte, Systeme und Umgebungen sollen von allen auf die gleiche Weise angewendet werden können. Bei diesem Ansatz geht es um alle Nutzerinnen und Nutzer und nicht in erster Linie um Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie stellen lediglich eine kleine, aber wichtige Gruppe in einer großen Masse dar, deren Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Ausschnitt aus Artikel Mobildialog Seite 8

»Es geht um ein gewisses Planungsverständnis«, erklärt Knigge. »DIN-Normen kommen häufig aus der Welt des Nachbesserns«, sagt er. Sie beschreiben detailliert die Anforderungen an Sonderlösungen für Menschen mit Einschränkungen. Dementsprechend gegängelt fühlten sich viele Entscheidungsträge-rinnen und -träger von den starren DIN-Normen. Vor diesem Hintergrund wirken einige Designentscheidungen deshalb fast wie Trotz. So sorgte die neu eröffnete Elbphilharmonie zum Beispiel Bild links: Toiletten im öffentlichen Raum, die auch von Rollstuhlfahrenden genutzt werden können, sind ein klassisches Beispiel für universelles Design. Dass diese jetzt zum Teil sogar »smart« sind, hilft ebenfalls allen Nutzerinnen und Nutzern auch deshalb für Schlagzeilen, weil immer wieder Menschen auf ihren Treppen stolperten, da unter anderem die Absätze schlecht zu erkennen waren. »Hätte das Konzept von Anfang an kontrastreich abgesetzte Vorderkanten der Treppenstufen vorgesehen, wäre durch eine andere Holzart das Ziel einfach erreicht worden. Dies hätte keinen Euro mehr gekostet und sehr teure Nachbesserungen wären den Verantwortlichen erspart geblieben«, sagt Knigge.

Download als PDF unter https://blog.bsag.de/wp-content/uploads/2020/11/BSAG_Magazin5.pdf

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